Woher meine Haltung kommt
Der Start meiner eigenen Reise
Das Foto links zeigt mich als Kind. In meiner Hand ein Koffer.
Nicht schwer – aber bedeutungsvoll. Oft gepackt. Immer dabei.
Er stand für Veränderung. Für das Weitergehen, wenn Bleiben nicht möglich war. Für neue Räume, neue Menschen, neue Anfänge.
Und für die leise Fähigkeit, sich immer wieder neu einzufinden....
Der Koffer ist geblieben. Nicht als Erinnerung an Verlust, sondern als Zeichen von Bewegung.
Vielleicht reise ich bis heute so gerne, weil Unterwegssein für mich Vertrautheit bedeutet und Freiheit zugleich.
Irgendwann wurde mir klar: Ankommen ist kein Ort. Es ist ein innerer Zustand. Etwas, das man mitnimmt - egal, wohin das Leben führt.
Genau dieses Wissen begleitet meine Arbeit. Wenn Menschen Abschied nehmen
oder sich räumlich neu ausrichten, halte ich den Raum für Übergänge - regional wie auch über Ländergrenzen hinweg.
Manche Wege wirken lange unmöglich.
Bis man merkt, dass sie genau die richtigen sind.
Das Leben lebt man vorwärts –
verstanden wird es oft erst rückwärts.
Heute bin ich angekommen.
Mein Leben teile ich mit meinem Mann, unseren erwachsenen Kindern, der Husky Hündin Suky und unseren Katzen.
Verbundenheit findet ihren Platz.
Die Tiere, die heute mit uns leben, haben keinen geraden Weg hinter sich.
Viele von ihnen wurden durch den Tierschutz begleitet und sind Schritt für Schritt bei uns angekommen.
Heute gehören sie selbstverständlich zu unserer Familie und haben einen Ort, der trägt.
Was uns alle miteinander verbindet, ist Verantwortung. Wohlfühlen. Wärme.
Und die gemeinsame Lebenszeit, die wir bewusst miteinander gestalten und verbringen.
Zuhause begreife ich dabei nicht als fixen Punkt,
sondern als etwas, das Sicherheit, Beständigkeit und Zugehörigkeit wachsen lässt – unabhängig davon, wo auf der Karte es liegt.
Zu erfahren, wie viel innere Bewegung ein Neubeginn braucht,
hat meinen Blick für Übergänge geschärft. Diese Haltung begleitet meine Arbeit auch dann,
wenn Menschen jenseits vertrauter Grenzen nach einem neuen Ort für ihr Leben suchen.
Zwischen dem, was war, und dem, was werden möchte, öffnet sich ein Raum.
Dort beginnt Zuhause.
Manches zeigt sich erst, wenn es innerlich gereift ist
und einen verlässlichen Rahmen findet.
Aus diesen Erfahrungen heraus hat sich mein Blick geweitet.
Nicht weg von hier, sondern weiter.
Seit Ende 2024 begleite ich daher auch Menschen,
die sich über Ländergrenzen hinweg
mit dem Gedanken an ein neues Zuhause beschäftigen.
Dabei geht es nicht um Fernweh oder schnelle Entscheidungen. Sondern um die Frage, wo ein Leben stimmig werden kann.
Auch hier gilt für mich das Gleiche: Zeit, Klarheit und ein verlässlicher Rahmen für Entscheidungen, die tragen sollen.